Dankbarkeit und andere Präsenz-Booster… 😎

Geschrieben von Jürgen Engel am .

Whow, die eine Stunde Dankbarkeitsraum auf Clubhouse heute morgen hat mich voll in den Moment gebracht. Ich kenne das schon, und trotzdem war ich mal wieder beeindruckt und überrascht über die Intensität der Wirkung.

Aus diesem Moment der Präsenz habe ich einfach mal beim Hundespazierung 5 Minuten Monolog, hauptsächlich für mich selbst, ins Telefon gesprochen. Falls du neugierig bist und vielleicht lieber hören als lesen magst: Hier das Video:

Was ist denn das, was da heute morgen mit mir passiert ist?

Dieser schwer zu beschreibende Zustand, wenn ich viel präsenter, viel wacher, viel feinfühliger und viel mehr im Moment bin als überlicherweise…

Kennst du das auch?

Das rührt eine richtig tiefe Sehnsucht an in mir, und es ist mir klarer als sonst, dass keine Worte, auch keine Gefühle, Bedürfnisse oder andere Begriffe oder Konzepte jemals wirklich beschreiben und transportieren könnten, was ich da erlebe, wie sich das anfühlt, und wie die Wahrnehmung und das Sein dann verändert sind…

Und dann ist da doch immer dieser Drang, mich mitzuteilen, verständlich zu machen, über das was ich nicht verstehen kann, herauszufinden, ob ich etwas davon transportieren kann und welche Erlebnisse andere in dieser Richtung haben…

Hmmm, diese Sehnsucht, das ist schon ein Kernthema… vielleicht ist es DAS Thema, dieser Zustand in dem sich plötzlich der Kopf öffnet, die Wahrnehmung feiner wird und sich ein sanftes, friedliches und ja, geradezu glückliches Gefühl einstellt. Es ist recht flüchtig und braucht eine Menge Achtsamkeit von mir. Eine halbe Stunde Arbeit am Computer lässt es sehr zuverlässig wieder verschwinden….

Da ist so eine Ahnung, dass der gewohnte, tägliche Modus von „machen“, von angestrengt Ergebnisse verfolgen, to-dos abarbeiten und genervt sein, wenn die Welt nicht so reagiert, wie ich es will, nicht „normal“ ist. Sicherlich gewohnt aber nicht normal!

Wie wäre es dauerhaft in diesem Zustand zu sein? Ich meine nicht völlig abgehoben, so dass ich meinen täglichen Tätigkeiten nicht mehr nachgehen kann. Sondern eben wacher, feinfühliger, sensibler und insgesamt viel präsenter, lebendiger und ja: glücklicher…

Was mich daran besonders beschäftigt: Schon viele Jahre weiss ich, dass ich diesen Zustand anstrebe. Sehr sogar. Und ich weiss auch genügend Mittel und Wege, die mich zuverlässig öfter und länger dort hinbringen: Das sind tiefe, empathische Begegnungen, Dyaden, in der Natur sitzen, alleine sein, meditieren, NICHTS tun…. („nichts tun“ funktioniert als Bezeichnung besser für mich als meditieren…) und und und…

Auch weiss ich ziemlich gut, was mich davon fern hält: Serien schauen, am Computer arbeiten, wenig schlafen, verbissen Ziele verfolgen, mich über Menschen oder Dinge aufregen, einkaufen gehen, viel essen, Alkohol etc.etc.

Alles nicht neu, alles viele Jahre erprobt, scheinbar alles recht einfach…

Wenn da nur nicht dieser kleine Haken wäre, der mich mit einer zentralen Frage hinterlässt: Wenn ich diesen Zustand so liebe und anstrebe, fast mehr als alles andere, und wenn ich so genau weiss, was mich dort hinbringt und was nicht: Was hält mich dann davon ab, die hilfreichen Dinge täglich und so oft wie möglich zu tun? (Keine Zeit zählt überhaupt nicht!! 😜)

Wie kommt es, dass ich dann reflexhaft doch lieber die gewohnten, unbewussten, wenig hilfreichen Strategien wähle….? Diese Frage beschäftigt mich schon lange und nach wie vor habe ich keine zufriedenstellende Antwort darauf…

So, jetzt habe ich Lust auf Verbindung: Was ist jetzt gerade nach dem Lesen oder Video schauen in dir lebendig? Kennst du diesen Zustand? Wie würdest du ihn beschreiben? Was bringt dich dem näher, was nicht? Und wie konsequent bist du…?

Ich bin super neugierig und freue mich auf Kontakt und neue Einsichten….

Neugierig

Jürgen

P.S. Die Gelegenheit möchte ich noch nutzen, um dir diesen wundervollen Dankbarkeitsraum auf Clubhouse sehr ans Herz zu legen. Aktuell findet er nicht jeden Tag statt, aber immer wieder und bald auch wieder öfter. Details dazu und wie du dort reinkommst, findest du hier: https://klarweit.de/produkt/taeglicher-dankbarkeitsraum/

P.P.S. Wenn Du auch künftig über neue Videos von uns auf dem Laufenden bleiben willst, dann folge doch unserem Youtube Kanal: https://www.youtube.com/c/KLARWEIT

(zusätzlich unterstützt du uns damit, noch ein wenig sichtbarer zu werden….😇)

Kommentare (3)

  • Danke lieber Jürgen,
    das?s ‍♀️Du Dich gezeigt hast, ohne Skript und einfach über das geredet hast was Dich berührt
    Ich kenne diesen Zustand und bin dankbar dafür ,wenn ich im hier und jetzt bin und im Reinen mit mir und der Welt.
    anders ausgedrückt mit meinen Bedürfnissen verbunden
    Was bringt mich dem näher ,wenn ich in mich gehe und fühle wie es mir geht und welche Bedürfnisse erfüllt sind.
    Ich bin wenig konsequent leider.

    Was hält mich davon ab?
    Wenn ich denke im Mangel zu sein, an erfüllte Bedürfnissen oder anders wenn ich das Schöne in meinem Leben nicht sehe weil ich mit mir nicht verbunden bin weil ich mehr im Außen bin als bei mir.
    So viel zu mir liebe Grüße Nicole

  • Hi Jürgen, ich mag Dein Video voll! Fühlt sich näher an – fast, als würden wir irgendwo zusammen sitzen und miteinander sprechen – als Videos mit “Skript im Kopf”. Ja, ich kenne solche Zustände. Bei mir sind die oft mit deutlichen, sinnlichen Körperwahrnehmungen verbunden, den Wind deutlich in den Haaren spüren, den Boden unter den Füßen, mehr riechen, schmecken, geschärfte Sinne. Eine meiner Lieblingsstrategien sind Playfights, also mit jemandem raufen, mit dem ich Berührung mag. Da bin ich hinterher total “da”. Danke für die Erinnerung an diesen Zustand, für die Erinnerung an die Wichtigkeit davon. Ich glaube, mich hindert hauptsächlich mein “es nicht so priorisieren”, “keine Zeit dafür” etc. daran, mich öfter drum zu kümmern. Das lässt sich ja ändern. Liebe Grüße Diane

  • Danke Jürgen für die Erinnerung an dieses “Wach-Sein”. Ja das kenne ich: nach einem Tanz, einer Dyade, , einfach am Boden liegen…und ich kenne auch diese Frage sehr gut: warum mache ich nicht mehr und öfter die Dinge, mir gut tun, die mich lebendiger machen…? Irgendwie ist der Sog der Gewohnheit immer wieder sehr groß. Im Augenblick hab ich da für mich Disziplin entdeckt: gar keinen Zucker mehr essen, jeden Morgen am Boden liegen und Übungen machen. Aber da ist immer noch eine Sehnsucht da, dass das natürlicher passiert (und auch den restlichen Tag) und ohne diese etwas starr wirkende Struktur. “Das ins Unbekannte entspannen” hat mich auch berührt und dazu bewogen Dir einen Kommentar zu schreiben, obwohl ich das sonst nie mache. Liebe, Grüße Maria

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